St. Augustin/Orlando

St. Augustin und Orlando so nah und doch so fern

Vieles im Leben besteht aus Gegensetzen. Groß und klein, langsam und schnell. Auch bei Freunden oder Paaren gibt es tausend Unterschiede, die aber die jeweilige Beziehung erst ausmachen. Im Fall von St. Augustin und Orlando liegt der Gegensatz im Charakter der einzelnen Städte. Eines ist ein historischer Höhepunkt auf einer Florida Reise und die andere ein Mekka für große und kleine Fans.

In den ersten Monaten meines Disney-Abenteuers durfte ich beide Städte etwas näher kennenlernen. Am Ende könnt ihr selbst entscheiden welche Stadt euch mehr begeistert, wenn nicht sogar beide 😉

Die älteste, von europäischen Siedlern, gegründete Stadt

St. Augustin liegt an der Ostküste Floridas am Atlantik. Wie der Titel schon sagt ist sie die älteste Stadt der USA. Sie ist ungefähr 3h von Orlando entfernt und somit super für einen Tagesausflug. Wir mieteten uns also ein Auto und fuhren, an einem super sonnigen Tag, Richtung Norden. In der Stadt angekommen parkten wir das Auto am College und liefen durch das spanisch angehauchte Zentrum. Unsere „Tour“ ging vorbei am Rathaus und dem Casa Monica Hotel (von 1888) zum Hafen und dem dort gelegenen Castillo de San Marcos Monument.

Natürlich durfte auch ein kulinarischer Zwischenstopp in einem kleinen Café nicht fehlen. Wir ließen auf einer Bank direkt in der Sonne unsere Seele baumeln und schlenderten weiter durch kleine, mit Kopfstein gepflasterte, Gassen zurück zum Auto. Sicher hätten wir auch einige Führungen durch das historische Zentrum machen können, aber für eine kleine Auszeit hat es allemal gereicht.

Mein Tipp

Ein Tagesausflug ist für die Stadt vollkommen ausreichend. Deshalb gibt es dieses Mal auch keine Info zum Thema Unterkunft :). Solange ihr euch nicht brennend für die Geschichte der Besiedelung der USA interessiert ist die Stadt nur schön anzusehen. Denn sie versetzt euch in eine andere Zeit zurück, da man hier keine großen Franchise Ketten sieht. Mietet euch ein Auto, stellt dieses direkt am Anfang des historischen Kerns ab und lauft alles ab. Auch als ich erneut mit meinen Eltern hier war haben wir keine große Stadtrundfahrt gemacht. Leider sind die Restaurants und viel Cafés ein wenig überteuert, was vollkommen Normal ist. Ein Stück Kuchen und Kaffee ist gerade noch im Budget enthalten. Für ein warmes Essen würde ich allerdings ein wenig weiter außerhalb in einer kleineren Stadt Ausschau halten. Vergesst euren Fotoapparat nicht und denkt beim Besuch im Sommer immer daran einen Regenschirm mitzunehmen. In Florida kommt oft sehr plötzlich ein Gewitter mit Regen wie aus Eimern 😉

Sehenswertes

Wer sich ein wenig für geschichtliches Interessiert dem kann ich eine Besichtigung des Flagler College und des Castillo de San Marcos Monument empfehlen. Das College war vorher ein bekanntes Hotel der Stadt und überzeugt mit einer atemberaubenden Architektur. Wenn ihr auf „Flager College“ klickt dann kommt ihr auch zu Tripadvisor für mehr Bewertungen 🙂 Des Weiteren sind die City Hall mit seinem kleinen Innengarten und der Hafen der Stadt ebenfalls sehr sehenswert. Hier könnt ihr auch in einem alten Schiff leckeren Fisch essen, sollte es noch existieren.

 

Viel mehr als nur Freizeitpark

Die zweite Stadt meines Beitrags ist Die Freizeitparkstadt der USA. Jeder der Orlando hört denkt gleich an Disney World, Universal Studios oder Sea World. Trotzdem hat die Stadt, wie sollte es auch anders sein, mehr als das zu bieten. Mit dem Bus und einer ca. einstündigen Fahrt waren wir endlich im Zentrum angekommen. Unser erster Stopp war gleich der Lake Eola der auch das geographische Zentrum der Stadt bildet. Hier finden fast Wöchentlich kleinere Konzerte oder Festivals statt. Bei unserem Besuch trafen wir nur auf Enten und andere Touristen die in der heißen Sonne Floridas versuchten schöne Bilder zu machen.

Auch wir legten einige kleine Fotostopps ein und liefen einmal um den See herum. Da entdeckten wir auch einen kleinen Farmers Market mit vielen verschiedenen Ständen. Ein bisschen mit einem Wochenmarkt zu vergleichen bot man uns geflochtene Körbe, Gewürze, Blumen und allerhand Schmuck an. Allerdings entschieden wir uns nur für einen Trink aus der Kokosnuss und ein Sandwich mit „Pulled Chicken“. Sogar einen deutschen haben wir dort kennengelernt. Er verkaufte dort gebrannte Mandeln, die man bei uns nur auf dem Weihnachtsmarkt kennt. Anscheinend kamen diese aber auch im Oktober ganz gut an, denn als wir weiterzogen bildete sich eine kleine Schlange an seinem Stand.

Wir liefen noch ein wenig durch die Innenstadt vorbei an einer Bibliothek, dem Amway Stadion und unserer Party-Meile 😀 Am frühen Abend fuhren wir mit dem Bus wieder zurück zu unseren Appartements.

Mein Tipp

Auch wenn viele Bewohner von Orlando darauf bestehen das ihre Stadt mehr ist als nur Vergnügungsparks, ist es dennoch schwer etwas anderes dort zu unternehmen. Natürlich gibt es in Orlando auch Restaurants, Bars, Shopping-Malls, Kino etc. aber das hat nun mal jede Stadt. Sogar meine Stadt kann da mithalten. Solltet ihr wegen den Freizeitparks nach Orlando kommen, dann nehmt euch mal einen Nachmittag zeit um in die Stadt zu fahren. Schon allein der See ist sehenswert und bringt euch ein wenig zurück von eurer Disney/Universal Traumwelt :P. Aber eine ganze Woche braucht ihr hier nicht zu verbringen, außer ihr macht von dort aus immer mal Tagesausflüge.

Übernachtung

Dadurch das ich in der Nähe gewohnt habe und die Stadt nur 20 min. entfernt war brauchte ich mich um eine Unterkunft keine Gedanken zu machen. Dennoch glaube ich dass es auch hier gute und günstige Hotels/Hostels gibt. Mit Airbnb kommt ihr hier sicher auch sehr weit. Versucht aber keine Schlafgelegenheit in der nähe der Party-Meile zu buchen, denn hier kann es Mittwochs und Samstag ziemlich voll, laut und auch gefährlich werden.

Sehenswertes

Die wichtigsten Dinge habe ich ja bereits schon erwähnt. Ein Spaziergang rund um Lake Eola ist nie verkehrt. Mit dem Bus gelangt ihr auch zu den Premium Outlets am International Drive mit einer Menge von Geschäften wo man super günstig Shoppen kann ;). Auch ein Spiel im Away Stadion ist nie verkehrt, denn auch wenn ihr euch nicht so sehr dafür interessiert das Feeling müsst ihr einfach erlebt haben.

Kennt ihr die Städte zu euren Lieblings Freizeitparks? Interessiert ihr euch für geschichtliche Hintergründe? Lieber Ziellos oder mit Plan durch eine Stadt?

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