Das Leben an Bord

So ihr lieben jetzt kann ich auch endlich etwas zum Leben an Bord eines Kreuzfahrtschiffes erzählen. Wer von euch sich schon einmal Reportagen oder privat Videos von Crew Mitgliedern angesehen hat kann teilweise abgeschreckt oder auch ermutigt werden auch auf einem Schiff anzuheuern. Aber ganz gleich was auf euch zutrifft, ohne wirklich dort gewesen zu sein könnt ihr euch nicht wirklich ein Urteil bilden.

Meine Vorstellungen

Anfangs war ich ein wenig hin und her gerissen zwischen „eine geniale Zeit steht mir bevor“ und „das wird super anstrengend werden“. Natürlich habe ich mir auch Reportagen, Berichte und Blogs durchgelesen. Trotzdem ist es ja so dass jeder andere Erfahrungen macht und jeder mit anderen Vorstellungen an das Abenteuer heran geht. Sicher kommt es auch darauf an auf welches Schiff man geht, wie die Kollegen sind, in welchem Bereich man arbeitet und wie man selbst eingestellt ist. Deshalb möchte ich hier darauf hinweisen, dass dies meine Erfahrungen sind und ich nicht für die Allgemeinheit spreche. Da fällt mir gerade auch wieder ein Bericht ein, den ich erst vor ein paar Tagen gesehen habe. Dort wird über die schlechten Arbeitsbedingungen auf Kreuzfahrtschiffen gesprochen. Hier ist aber auch wieder zu beachten welches Schiff es ist. In den Berichten wird teilweise nur über eine Rederei gesprochen und ich finde hier gilt der Grundsatz: „man kann nicht alle über einen Kamm scheren“. Wie gesagt habe ich mich sehr viel damit befasst und war natürlich sehr gespannt wie es werden wird. Anfangs dachte ich definitiv dass es anstrengend wird keinen Tag frei zu haben, man sein zu Hause vermisst und man vielleicht mit dem Druck nicht zurecht kommt. Dennoch bin ich mit positiven Gedanken in das Abenteuer gestartet und dachte mir „ich probiere es einfach aus und wenn es nichts für mich ist, dann mache ich was anderes. Aber ich kann wenigstens sagen ich habe es ausprobiert!“

-> Mein Tipp: 

 

Ihr könnt euch so viele Reportagen ansehen oder so viele Erfahrungsberichte lesen wie ihr wollt, aber wenn ihr es nicht selbst einmal durchlebt habt könnt ihr auch kein eindeutiges Urteil bilden. Auch selbst wenn ihr euch dem Abenteuer angenommen habt müsst ihr immer daran denken, dass es auf einem anderen Schiff auch anders sein kann ;).

 

Was war mir bekannt

Vor dem Start meiner neuen Anstellung wusste ich definitiv das ich eine sogenannte Single-share Kabine haben würde. Also eine Kabine für mich alleine und nur das Bad wird mit der Nachbarin geteilt. Außerdem wusste ich dass ich keinen Tag frei haben werde und das für knapp 4 Monate lang. Aber das sollte sich als ganz ok herausstellen als eigentlich gedacht. Und ich wusste dass ich mit meinen neuen zukünftigen Kollegen das Glück haben werde eine etwas intensivere Einarbeitung zu bekommen, da wir in der Werft aufsteigen würden. All diese Sachen war mir also schon bekannt und konnten mich dann an Bord nicht wirklich schocken 😀

Wurden meine Erwartungen erfüllt

Das kann ich ganz klar mit Ja und Nein beantworten. Ja weil einem die „keinen Tag frei haben“ am Ende schon etwas zu schaffen machen. Denn am Ende meines Vertrages war ich schon sehr müde und ausgepowert. Obwohl ich sagen muss, das wenn ich nur 1-2 Tage frei gehabt hätte ich sicher noch einen Monat mehr hätte machen können :D. Leider war dies nicht wirklich machbar (außer man ist Krank). Aber auch Nein, denn ich hatte eine super Zeit und mir es so viel spaß macht, dass ich sogar weiter mache. Anfangs hatte ich eine wenig meine Zweifel ob es wirklich das Richtige für mich ist. Das war meine Erwartung und diese wurde widerlegt und hat mir gezeigt dass es die Richtige Entscheidung war.

Fazit

Wie gesagt das Leben an Bord hat seine guten und schlechten Seiten. Die guten sind die grandiosen Kollegen, Essen rund um die Uhr :D, 90% regulierte und angemessene Arbeitszeiten und all die Orte, die man auf der Reise besucht. Die schlechten das weg sein von zu Hause, einen Tag lang mal einfach Faul zu sein und Mamas essen :D. Also ihr seht die guten überwiegen bei mir auf jeden Fall. Sicher hat man an Bord seine höhen und tiefen, aber das ist bei einem 0 8 15 Bürojob  genauso. Ich freue mich schon auf das nächste Abenteuer!.

Beim nächsten Mal

Wie ihr seht ist dieser Beitrag mit keinen Bildern bestückt, das ändert sich in den folgenden Natürlich wieder ;). Im nächsten schreibe ich auch mal einen typischen Arbeitstag am Landtag sowie Seetag auf. Und zeige euch meine absoluten Höhepunkte während meines Vertrages. Außerdem, wenn der Beitrag nicht dann schon viel zu lang ist, schreibe ich euch meine Top 10 Gästefragen auf :D. Also seid gespannt und ich freue mich auf eure Kommentare.

Zum Schluss seid wieder ihr gefragt: Wie stellt ihr euch das Leben an Bord vor? Was dürfte in eurem Koffer nicht fehlen, wenn ihr an Bord kommen würdet? Was würdet ihr am meisten vermissen?